Erst im Verlauf des
Kaufes einer Tischtennisplatte stellen sich oft die
verschiedenen Ansprüche heraus. So ist es ganz gut, wenn sich
die Käufer im Vorfeld überlegen, welchen Bedürfnissen die
Tischtennisplatte genügen soll. Wir haben einige Punkte
zusammengestellt, die vorab geklärt werden sollten:
Wohin mit der Tischtennisplatte?
Tischtennisplatten gibt es in verschiedenen Maßen. Der
Bewegungsradius der Spieler muss dabei auf jeden Fall mit
einberechnet werden. Das bedeutet, es muss ausreichend Platz
vorhanden sein. In der Regel sind Tischtennisplatten 76 cm hoch,
274 cm lang und 152,5 cm breit. Dazu kommt ein Spielradius von
weiteren mindestens 100 cm, wobei dieser Radius von der Größe
des Spielers und der Spielweise abhängig ist.
Nun stellt sich die Frage, wo dieser Platz von etwa 5 bis 6
Metern im Durchmesser sowie ein trittsicherer Boden vorhanden
sind. Die meisten Spieler bevorzugen einen Platz im Keller oder
im Garten auf einem mit Bodenplatten ausgelegtem Platz.
Ein zusammenklappbarer Tisch oder die feste
Tischtennisplatte?
Ist der benötigte Raumbedarf nicht ständig verfügbar, so ist es
überlegenswert, ob eine zusammen klappbare Tischtennisplatte
nicht eine geeignete Alternative wäre. Dies ist eine Platz
sparende Variante mit allen Vorteilen für Tischtennisspieler.
Einziger Nachteil bei diesen Platten ist, dass die Scharniere
des Verriegelungssystems und der beweglichen Teile regelmäßig
nachgezogen werden müssen. Am besten sind hierfür Scharniere aus
Metall geeignet, da Systeme aus Kunststoff leicht abbrechen
können.
Ein weiterer Punkt, der überlegt sein muss, ist der dauerhafte
Stellplatz für die zusammen geklappte Tischtennisplatte. Es geht
hier um einen Platzbedarf mit einer Höhe von 187 cm, einer
Breite von 66,5 cm und einer Länge (mit Netz) von 184 cm. Um den
abgestellten Tisch vor Staub oder anderen mechanischen
Einwirkungen zu schützen, empfiehlt es sich, auch eine
Schutzhülle für Tischtennistische zu besorgen. Das bietet sich
ebenfalls bei fest aufgestellten Tischen an.
Eine fest installierte Platte ist bei Wettkampfspielern beliebt
oder überall dort, wo der benötigte Platz auf Dauer vorhanden
ist bzw. wo die Tischtennistische einer dauerhaften und starken
Belastung ausgesetzt sind wie beispielsweise in Jugendherbergen,
Vereinen, Schulen. Fest aufgestellte Platten können gekaufte
Tischtennistische oder Betontische sein. Der Nachteil hierbei
ist, dass der Belag regelmäßig nachgebessert werden muss und die
Platten einer stärkeren Beanspruchung ausgesetzt sind.
Tischtennistisch im Außen- oder Innenbereich?
Tischtennisplatten können nach wetterfest (Outdoor) und nicht
wetterfest (Indoor) unterschieden werden.
Nicht wetterfeste Tische (Indoor) eignen sich nur bedingt für
den Außenbereich. So kann man diese Platte zwar bei schönem
Wetter durchaus draußen aufstellen. Doch auf Dauer wird sich der
Belag durch die unterschiedlichen Temperaturen und die
Witterungseinflüsse ablösen. Da die Platte selbst aus einer
Spanplatte besteht, wellt sich diese nach einiger Zeit bei
andauernder Feuchtigkeit in der Umgebung. Darum ist ein
Abstellplatz im Waschraum ungeeignet.
Wetterfeste Tischtennistische (Outdoor) werden außen aufgebaut.
Durch die Zusammensetzung der Materialien (wie eine bis zu 10 mm
starke Melaminharz- oder Aluverbundplatte) ist der
Tischtennistisch wasser- und witterungsresistent. Trotzdem
empfiehlt es sich, eine passende Schutzplane zu besorgen, um so
eine lange Lebensdauer des Tisches zu gewährleisten.
Wie alt sind die Spieler?
Ein weiterer Aspekt ist das Alter der Spieler. In einer Familie
wird quasi von 7 bis 70 Jahren an der Tischtennisplatte
gespielt, in einer Schule ergibt sich ein Altersdurchschnitt von
10 bis 16 Jahren. In einem Verein spielen vorwiegend Erwachsene.
Das bedeutet, dass in einem Verein und in einer Schule die
Belastung höher ist und darum eine hochwertige, fest
aufzustellende Platte angeschafft werden sollte.
Bei Kindern ist auf die Konstruktionsstabilität des Tisches zu
achten. Kinder missbrauchen einen Tischtennistisch häufig auch
für andere Spiele, wie als Klettergerüst oder als Höhle. Für
diese anderen Spiele ist es wichtig, wenn der Tisch fest steht
und auch das Gewicht von zwei Kindern aushält (TÜV-Siegel). Für
kleine Räume und sehr kleine Mitspieler gibt es
Minitischtennisplatten, die sich gerade bei kleinen Kindern
bewährt haben. Doch auch größere Spieler schwören auf den
Spaßfaktor dieser kleinen Platten, die sehr Platz sparend sowie
kostengünstig sind.
Eine
Tischtennisplatte für die Freizeit oder für einen
professionellen Spieler?
Ein Profi-Spieler wird höhere Ansprüche an die Konstruktion der
Tischtennisplatte stellen als ein Freizeitspieler. Daher ist
eine professionelle Tischtennisplatte teurer. Ein Wettkampftisch
verfügt in der Regel über die ITTF-Zulassung (Logo). Diese
Tischtennisplatten sind hochwertig verarbeitet, was den hohen
Preis begründet.
Besondere Aufmerksamkeit gilt bei Profispielern der verwendeten
Tischtennisplatte, denn sie bestimmt die Qualität des
Ballrücksprungs. Je dicker und härter die Platte ist, desto
regelmäßiger und höher springt der Tischtennisball zurück. Eine
Tischtennisplatte für die Freizeit kann (richtig aufgestellt)
sehr viel Spaß bereiten. Der Belag weist aber (bei sehr
günstigen Modellen) nach einiger Zeit feine Haarrisse auf, die
durch die Sonneneinstrahlung oder die Beanspruchung entstehen.
Fazit
Wer sich eine Tischtennisplatte kaufen möchte, muss sich darüber im Klaren sein,
-
ob er den benötigten Platz hat,
-
ob die Platte drinnen oder draußen aufgestellt wird,
-
ob es eine zusammenklappbare oder eine fest installierte Tischtennisplatte sein soll,
-
wer den Tisch hauptsächlich benutzen wird,
-
welchen Beanspruchungen die Platte genügen muss und
-
welcher Preisrahmen zur Verfügung steht.
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